Der Bund 4.5.06…….Tänzerisch-bewegt im wörtlichen Sinn geben sich auch Astor Piazollas Tangazo-Variationen. Nach dem holzschnittartigen Unisonobeginn spielt das Orchester den Tanzenden Sabina Seiler, Julio Mendez und Shipho Manashe die Leidenschaft unter die Füsse. Die drei erfahrenen Tanz-Spezialisten entfachen auf kleinstem Raum das unterirdische Feuer des Tangos und beweisen in ihrer für den ungewöhnlichen Tanzort massgeschneiderten Choreografie, dass die Kraft des Führen und Führens und Verführens nicht im furios aufgeheizten Cresendo erwacht, sondern in der Zurückhaltung – in der geschmeidigen Langsamkeit lasziv geführter Oberkörper und gezielter messerscharfen Beinbewegungen.

Schaffhausernachrichten 14.Mai 03, ……..Die Kammgarn war Schauplatz für aussergewöhnlichen Profitanz. In zwei Teilen begegneten sich unter dem Titel „Nachtstaub“ vollendeter Tango Argentino von Sabina Seiler und „Behind a Frozen Canvas“ mit dem Gütenamen „inFlux“.
Inhaltlich aber mutierten die beiden grundverschiedenen Ausgangslangen zu einer fruchtbaren Gemeinschaftsarbeit mit dem überzeugend eingelösten Anspruch, Tanzkunst der Spitzenklasse zu zeigen.
Nicht die Verschiedenartigkeit wurde zum Thema gemacht, sondern die packend ausgeformte bewegte Schönheit. Nicht zu verwechseln mit sinnleerer Ästhetik, brachten beide Bühnenwerke Kunstmittel und Inhalte untrennbar ins Spiel. Licht, Farben, Atemgeräusche und Musiksentenzen bildeten mit der Körperkunst diese untrennbare Ausstrahlung, die einheitlich auch dem Publikum Beifall um Beifallswelle abnötigt. Zu bewundern gab es vieles. Liess der Tango als Paartanz in der bildschönen Synchronbewegung innigste Zuneigung zweier Liebender erkennen, machte er doch auch bald Einbrüche von aussen, Zufallspaarungen, Aggressivität und unverbindliche Leidenschaft sichtbar. Die Choreographie verwob Raumbilder und Kompositionen der Kleidung auch farblich zu reizvollen Gruppierungen – und löste sich wieder auf zu neuen Konstellationen……

Berner Zeitung, 8. März 03, …..Das Setting von „Nachtstaub“ ist klassisch: dunkle Gassen in Buenos Aires, im Schein einer Strassenlaterne ein Mann eine Frau. Zu den sehnsüchtigen Klängen des Bandoneons von Astor Piazzolla und Dino Saluzzi schmiegen sich die Körper aneinander, und das sinnlich-melancholische Spiel mit der Erotik nimmt seinen Lauf. Aus dem Dunkel tauchen weitere Männer und Frauen auf, formieren sich zu Paaren und kleinen Gruppen und verflechten in flüchtigen Begegnungen ihre Beine ineinander. Zwischendurch wird die aufrechte Haltung gebrochen, die Spannung aufgelöst und die Ochos kippen von der Vertikalen in die Horizontale. Der Funke vermag zu springen, denn Sabina Seiler spart nicht mit grossen Gefühlen und schönen Bildern. Die Stimmungen wechseln gleichsam mit den Musikstücken von ausgelassen fröhlich zu dramatisch schwermütig…….

A. v. U 21.1.02, ….der Dank Astor Piazzolla auch in Europa Konzertfähig geworden ist. Ob heiter oder sehnsuchtsvoll, der Tango als Sprache zwischen Mann und Frau verstanden, vereint stets Sinnlichkeit und Leidenschaft. In abwechslungsreichen Bildern zeigten vier professionelle Tanzpaare mit vollendeter Präzision die ganze Bandbreite des Tangos, körperbetont, intensiv, feurig, lebensfroh, sehr zum Wohlgefallen des Publikums.

Berner Woche 11.10.01, Eine Novität, die das Besondere erwarten lässt. Um so mehr, als Félix Duméril hochkarätige Spezialisten zur Seite stehen: Antonio Gomes für die Choreografie und Sabina Seiler für den Tango.

Der Bund 15.10.01, Maria de Buenos Aires: Die Tangotanzberatung besorgte Sabina Seiler. Ihr oblag es, das mehrheitlich klassisch gebildete Ensemble in die Geheimnisse des Paartanzes, der sich im Tango in den Grenzbereichen des Führens und Gehenlassens und der Improvisation bewegt, einzuführen. Eine schwierige Aufgabe, wenn so wenig Zeit zur Verfügung steht. So waren die Figuren zwar korrekt, doch fehlte ihnen noch die Persönlichkeit des Kantigen, die Schärfe jener jähen Wechsel von schnell und langsam, welche im Tango auf die Spitze getriebene Opposition der Geschlechter in ihrer sublimierten Sinnlichkeit ausformuliert.

Bieler Tagblatt 8.10.01, …..ein weiterer Überraschungsgast war die Tänzerin Sabina Seiler: mit ihrer humoristischen Tanzeinlage trug sie zur Berreicherung des Abends bei.

The Scotsman 17.8. 99, ….Destino Tango is a superb show, essentially illuminating the European side of a genre which only gaindes credibility in the Americas once it had been danced by the Parisian…

Feldkircher Tagblatt 20. Mai 98, Inspiriert wurde „Limite“, ein zeitgenössicher Tango vom Leben des Dichters Alexander März. Die Zerrissenheit wurde in eindrücklichen Bildern sichtbar. Auch die beiden Frauen zeigen Charkater und Eigenwilligkeit.